Homöopathie

Die Homöopathie gehört in Deutschland zu den populärsten der alternativen Therapieverfahren. Sie ist eine eigenständige Arzneitherapie mit klar definierter Vorgehensweise und wird seit 200 Jahren bei akuten und chronischen Erkrankungen angewendet.

Wie ihr Name verrät (homoios = ähnlich; pathos = Leiden) basiert sie auf einem Naturgesetz: Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt.
So ruft eine Arznei bei einem gesunden Menschen bestimmte Beschwerden hervor und umgekehrt heilt dieselbe Arznei einen kranken Menschen, wenn er genau unter diesen Beschwerden leidet.

Beispiele:

Urtica urens

 

  Die Brennnessel (Urtica urens) ruft beim gesunden  Menschen bei Hautkontakt schmerzhaft juckende Bläschen hervor. Homöopathisch wird sie eingesetzt bei Nesselsucht mit starkem Brennreiz und Verschlechterung durch Wärme.

 

 

Beim Schneiden einer  Küchenzwiebel (Allium cepa) tränen die Augen und die Nase läuft. Sie wird homöopathisch bei Fließschnupfen mit brennend scharfem Nasensekret und tränenden Augen eingesetzt.

Die Homöopathie ist somit eine Reiztherapie, welche die Selbstheilungskräfte und das Immunsystem eines jeden Menschen anzuregen vermag.

 

Die Erstanamnese – Betrachtung des Menschen in seiner Gesamtheit

  Sprechzimmer

Die homöopathische Behandlung beginnt mit der Erfassung der Krankengeschichte (Erstanamnese). 
Es werden zunächst die Haupt- und Nebenbeschwerden des Patienten erforscht. Weiterhin werden die Krankenvorgeschichte, die bisherigen Behandlungen und die familiäre Krankengeschichte sowie die individuellen Besonderheiten des Patienten aufgenommen. Gefragt wird z. B., ob der Kranke auf Wärme oder Kälte empfindlich ist, welche Nahrungsmittel er bevorzugt oder verabscheut, wie er schläft, ob es Auffallendes bei der Verdauung oder beim Wasserlassen gibt, ob er wetterfühlig ist und vieles mehr zu seiner Konstitution. Ferner sind Charakter und Wesen des Patienten wichtig. Ist er sanftmütig oder reizbar, verschlossen oder offen, neigt er zu Melancholie oder Ängsten, was bereitet ihm Verdruss oder Freude usw...

Eine solche Fallaufnahme oder Anamnese dauert in der Regel zwischen ein und drei Stunden.
Die Fülle dieser Informationen - sie unterliegen der Schweigepflicht - muss der Homöopath in weiteren Arbeitsschritten analysieren. Er muss Besonderheiten auswählen, die für die Mittelfindung wichtig sind und der Gesamtsituation und Persönlichkeit des Patienten am besten entsprechen.

Nur auf der Grundlage dieses Gesamtbildes der individuellen Symptome - und nicht allein nach dem Namen der Krankheit - lässt sich das für einen Patienten geeignetste Arzneimittel finden.

Um sich ein Bild über die Möglichkeiten und den Ablauf der Behandlung zu verschaffen, können Sie mich unverbindlich anrufen.
 

Der homöopathische Heilungsprozess:

Das gefundene Arzneimittel setzt den natürlichen Heilungsprozeß des Kranken in Gang, stärkt die körpereigene Abwehr sowie die Lebensenergie und stellt das Gleichgewicht im Organismus wieder her. Aus diesem Grunde bezeichnet man die Klassische Homöopathie auch als Regulationstherapie, da sie nicht nur auf einzelne Symptome oder Organe, sondern stets auf den ganzen Menschen wirkt und sein Wohlbefinden auf sämtlichen Ebenen verbessert.

So steht der Patient auch während des Heilungsprozesses mit seinem Homöopathen in regelmäßiger Verbindung und berichtet ihm über jede Veränderung in seinem Befinden, woraus dieser wichtige Informationen für den Weitergang der Behandlung, über die Wirkung des homöopathischen Mittels und über den Verlauf der Heilung gewinnt.

Die Krankheit wird nicht durch starke Medikamente mit oft schädlichen Nebenwirkungen nur in ihren Symptomen unterdrückt, sondern von ihrer Wurzel her angepackt und geheilt.


Kosten:

Die Erstanamnese bei Erwachsenen beträgt 180,- €, bei Kindern 150,- €.

Alle weiteren Konsultationen richten sich nach dem benötigten Zeitaufwand, der je nach Krankheitsfall und Vorgeschichte unterschiedlich gross ist. So kostet beispielsweise eine 30-minütige Konsultation 30,- Euro.

Fragen Sie bei der Erstanmeldung immer vorher was für Kosten auf Sie zukommen, ich werde Sie vor der Behandlung ausführlich über die für Sie entstehenden Kosten informieren.

Kostenerstattung:

Die Kosten einer klassisch homöopathischen Behandlung durch einen Heilpraktiker werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht erstattet.

Private Kranken- und Zusatzversicherungen übernehmen in der Regel den größten Teil der Heilpraktikerleistungen.

Bitte erkundigen Sie sich daher vor der Behandlung, welche Gebührensätze Ihnen erstattet werden. Es ist damit zu rechnen, dass der Patient Eigenleistungen zu erbringen hat.


Anmerkungen zur Klassischen Homöopathie:

Die Klassische Homöopathie ist eine der umfangreichsten und aufwendigsten Therapieformen überhaupt. Zur Ausübung der Klassischen Homöopathie bedarf es deshalb einer fundierten Ausbildung und eines zeitintensiven Studiums.


An den Universitäten wird die Klassische Homöopathie nicht gelehrt und es gibt nur relativ wenige Ausbildungsstätten dafür. Vielen Ärzten und Heilpraktikern fehlt die Zeit, sich neben Aus- und Weiterbildung zusätzlich in die Homöopathie soweit einzuarbeiten, dass sie diese mit Erfolg anwenden können. Das ist ein Grund dafür, dass es relativ wenige klassische Homöopathen gibt.

Links zur Homöopathieforschung: